Individuelle Lernräume

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Was mit einem Gespräch unter zwei Schwestern, die als Lehrer tätig sind, auf einer Geburtstagsfeier angefangen hat, ist nun Realität geworden: Zum Sommer 2018 wurden auch an unserer Schule individuelle Lernräume eingerichtet. Der Weg dorthin war nicht ganz einfach und es gab Stolpersteine. Wie bei allen neu eingeführten Konzepten muss auch die Arbeit und der Umgang mit den Lernräumen stetig überarbeitet werden. Aber Dank der Arbeit und der Ideen von unseren Kollegen befinden wir uns in der 1. Phase. Alle Lernräume wurden zugeteilt und eingerichtet. Doch was versteht man unter dem Prinzip "Individuelle Lernräume"?

 

  • Hinter dem Lernraumprinzip steht die Idee, dass die Lehrkräfte einen Raum zur Verfügung bekommen und diesen individuell mit Materialien ausstatten. Vollzeitkollegen, sowie Lehrer, die ein Klassenleitungsamt übernehmen, haben einen eigenen Raum. Lehrer, die mit wenigen Stunden unterrichten bzw. viel Unterricht in Fachräumen geben (z.B. Sport), können sich zu Teams zusammenfinden und Räume teilen.
  • Förderschulkollegen haben einen eigenen Raum, da sie auch Fächerweise unterrichten.
  • Die Schüler wandern und gehen zu ihrem Lehrer. Ab Jg. 7 werden Schüler somit zur Eigenständigkeit erzogen.
  • Die Lernumgebung kann dementsprechend mit Materialien bestückt werden. Dies ist fachlich sinnvoll und auch in Vertretungsstunden besser nutzbar.
  • Eine spontane Differenzierung ist möglich, da viele unterschiedliche Materialien vor Ort sind.
  • Der Raum wird zum "dritten Pädagogen". Dies ist lernförderlich.
  • Die Schule erlebt sich stärker als Gemeinschaft in einem gemeinsamen Haus des Lernens.
  • Die Schüler haben ein Schließfach, in dem die Materialien untergebracht werden.
  • Durch die Einführung von Doppelstunden wandern die Schüler maximal 3x am Tag.

 

Während des Prozesses hat sich eine kleine Gruppe unter der Leitung von Frau Stut zusammengefunden und an dem Walddörfer Gymnasium in Hamburg / Volksdorf hospitiert, die seit Jahren erfolgreich mit den Lernräumen (dort sind sie als "Kabinettsystem" verankert) arbeitet. Eltern- und Schülervertreter waren mit vor Ort.

In Dienstbesprechungen wurden alle Bedenken, Fragen und Unklarheiten aufgenommen und mögliche Lösungen vorgestellt. Letztendlich hat die Abstimmung gezeigt, dass alle Lehrkräfte mit diesem System arbeiten wollen. Es gab keine Gegenstimmen.

Frau Scheel als Dezernentin wurde ebenfalls von Beginn an in diesen Prozess eingebunden und hat ihre Zustimmung gegeben.

 

 

 

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